Die Napoleonischen Kriege und das Großherzogtum Hessen-Darmstadt
von Dirk Ziesing
Durch die Allianz mit dem französischen Kaiser Napoleon Bonaparte und den Eintritt in den 1806 gegründeten Rheinbund konnte die Landgrafschaft Hessen-Darmstadt ihr Territorium beträchtlich vergrößern und den Status eines Großherzogtums erlangen. Dessen Hauptstadt blieb weiterhin Darmstadt, die neuen Provinzen hießen Starkenburg, Rheinhessen, Oberhessen und Westfalen.
Der Preis dafür war hoch. Unzählige junge Hessen und hinzugekommene Westfalen, vornehmlich aus dem Sauerland, starben auf den Schlachtfeldern in Preußen, Sachsen, Österreich, Spanien und Russland. In der Völkerschlacht bei Leipzig gehörte Hessen im Oktober 1813 zu den letzten deutschen Verbündeten der Franzosen. Erst nach der Schlacht bei Hanau wurden die Seiten gewechselt, und Ende November 1813 erfolgte schließlich der Übertritt in die Koalition der Gegner Napoleons.
Das vorliegende Werk enthält neben den Lebensläufen maßgeblicher militärischer und politischer Entscheidungsträger auch die Schicksale zahlreicher Kriegsteilnehmer aus der einfachen Bevölkerung, als Opfer oder als Überlebende.
Bemerkenswert ist die Zahl derer, die als Angehörige der „Grande Armée“ in die französische Ehrenlegion aufgenommen wurden. Andererseits gab es auch einige Hessen, die auf Umwegen zur britischen Armee gelangten und letztendlich 1815 an der Schlacht bei Waterloo teilnahmen, die das Ende der napoleonischen Ära markierte.
ISBN: 978-3-946295-46-4 (August 2026)
Dr. Dirk Ziesing erforscht seit vielen Jahren die Militärgeschichte des 19. Jahrhunderts in Westfalen. Zahlreiche Veröffentlichungen sind daraus bereits hervorgegangen.