„Lauter junge tüchtige Kerle, aber kriegsmüde wie wir auch“
Soldatenschicksale im Ersten Weltkrieg – dargestellt am Beispiel der Orte Eichelsee und Rittershausen
von Stefan Fach und Georg Menig
VERSANDKOSTENFREI
Mit diesem Verlagsprodukt im Warenkorb wird der ganze Einkauf versandkostenfrei innerhalb Deutschlands.
Der nunmehr 15. Band zur Buchreihe über die Soldatenschicksale aus den Dörfern des Ochsenfurter Gaues legt das Augenmerk auf die Ortschaften dargestellt am Beispiel der Orte Eichelsee und Rittershausen und auf die von dort in den Ersten Weltkrieg ausgezogenen Soldaten.
Aus dem Vorwort:
„Hier seht Ihr eine kleine Truppe von Russen, welche einer von uns drüben bei ihnen aufgenommen hat. Lauter junge tüchtige Kerle, aber kriegsmüde wie wir auch.“ So schrieb der Eichelseer Landsturm-Infanterist Anton Korbmann bereits am 14. Januar 1915 (es war wohl das Jahr 1916 gemeint) aus Russland an seine Eltern, ohne ahnen zu können, dass der Krieg erst im November 1918 enden wird.
Anton Korbmann war einer der Soldaten aus Eichelsee, die Haus, Hof und Familie hinter sich lassen mussten, um für König und Vaterland in den Krieg zu ziehen.
Die Stoffsammlung für diese Arbeit gestaltete sich schwieriger als zunächst erwartet, da viele Familien inzwischen die Nachlässe ihrer Väter und Großväter entsorgt hatten und kaum noch Bildmaterial und schriftliche Zeugnisse in den Häusern zu finden waren.
Im Februar 2026 tobte der russisch-ukrainische Krieg bereits seit nunmehr vier Jahren; dieser ist geprägt von marginalen Frontverschiebungen bei massiven Menschen- und Materialverlusten. Es gelang bislang, abgesehen von lokalen Erfolgen, weder der russischen noch der von der NATO und Europäischen Union unterstützen ukrainischen Seite, operative Durchbrüche in die Tiefe des Raumes zu erzielen. In dieser Hinsicht erinnert der Krieg frappierend an die „erstarrten Fronten“ des Ersten Weltkrieges. Auch in der Ukraine gibt es gewaltige Materialschlachten, wie etwa Bachmut 2023 oder Siversk 2025, jedoch keine Frontdurchbrüche mit Kesselbildungen und schnellen Manövern. Bereits während des Ersten Weltkriegs waren raumgreifende Offensiven zumindest an der Westfront selten und fanden vornehmlich zu Beginn des Krieges und an dessen Ende statt. Am 21. Februar 2026 jährte sich der Beginn der Schlacht von Verdun zum 110. Male.
Der Erste Weltkrieg hat seit dem 100. Jahrestag des Kriegsbeginns 2014 innerhalb der Geschichtswissenschaft wieder erheblich an Bedeutung gewonnen und ist inzwischen Gegenstand zahlreicher wissenschaftlicher Arbeiten.
AUTOREN
Stefan Fach, geb. 1975, studierte zunächst ab 2000 an der Universität der Bundeswehr in München Staats- und Sozialwissenschaften und ab 2009 folgte ein Studium am Fachbereich Sozialverwaltung der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege in Wasserburg am Inn. Er trat bislang insbesondere durch ortsgeschichtliche Arbeiten in Erscheinung (z. B. „Chronik der Gemeinde Tiefenthal“ 2007, „Gaurettersheim“ 2008, „Bütthard“ 2015 bzw. 2017 etc.). Seit seiner Jugend widmete er sich zudem der Erforschung der eigenen Familiengeschichte. Hier faszinierte ihn vor allem die Geschichte einer bestimmten Linie, die der Scharfrichter. Eine umfassende Familienchronik zur Scharfrichterfamilie Fach erschien im Jahre 2015 im GENDI-Verlag. Zwischenzeitlich hat er zudem Fachartikel bezüglich archäologischer Hinterlassenschaften im Umfeld seiner Heimatgemeinde publiziert. Hierfür wurde er mit der Bayrischen Denkmalschutzmedaille 2021 ausgezeichnet.
Georg Menig, geb. 1987, studierte Geschichte, Germanistik und Europäische Ethnologie/Volkskunde an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und arbeitet als Leiter des Archivverbundes Ochsenfurt, Röttingen und Gaukönigshofen. Sein Forschungsbereich umfasst die Schnittstellen zwischen Sozial-, Militär- und Regionalgeschichte. In letzter Zeit erschien das Werk „Der Große Krieg im kleinen Raum – Krieg und Kriegserfahrung im ländlichen Unterfranken am Beispiel der Gemeinde Gaukönigshofen 1914–1918/19“. Zudem veröffentlichte er mehrere digitale Aufsätze über historische regionale Persönlichkeiten und die Geschichte der Gemeinde Gaukönigshofen.
Das Buch ist das 15. Band in der Reihe Soldatenschicksale.
Hardcover mit Fadenheftung, 443 Seiten, DIN A 4
1. Auflage 2026 - ISBN: 978-3-946295-24-2